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Wo darf man als Radler fahren - Verkehrsrecht

Mit dem Fahrrad muss man in der Regel auf gekennzeichneten Radwegen fahren (§2 Abs. 4 der StVO). Allerdings gilt das nur, wenn ein Fahrradweg überhaupt vorhanden ist bzw. Verkehrszeichen für einen Radweg vorhanden sind und auf den Fahrradweg hingewiesen wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Hinweiszeichen auf dem Boden lediglich hinweisenden Charakter haben. Gem. verschiedener Urteile sind diese Zeichen nur bedingt verbindlich.

Wenn grundsätzlich kein Fahrradweg vorhanden ist, dann darf man als Radler die Straße befahren. Eine Besonderheit bilden immer Gehwege. Für Erwachsene sind reine Gehwege immer tabu, das Fahren ist hier verboten. Ähnliches gilt übrigens auch für reine Fußgängerzonen. Hier ist das Fahrradfahren im Prinzip immer verboten.

Gewisse Ausnahmen gelten für Kinder bis vollendetem 10. Lebensjahr. Sie dürfen auf Gehwegen fahren. Kinder dürfen dabei auch selbst entscheiden, ob sie auf Gehweg, Radweg oder der Straße fahren. Hier ist die Regelung für Begleitpersonal interessant. Wenn man als Erwachsener ein Kind als Radler begleitet, dann heißt das nicht, dass man auf dem Gehweg mitfahren darf. Dies bleibt dem Erwachsen grundsätzlich untersagt, auch wenn er das Kind begleitet!

Fußgängerüberwege

Als Radler darf man zwar grundsätzlich auf dem Rad den Fußgängerüberweg befahren. Allerdings muss ein Autofahrer dann nicht anhalten! Autos müssen nur anhalten, wenn ein Radler sein Rad über den Fußgängerüberweg schiebt!

Rechtsfahrpflicht (in Rechtsverkehrländern)

Als Radler muss man rechts fahren. Das gilt für den Radler wie für jeden anderen Verkehrsteilnehmer (Ausnahme hier natürlich Linksverkehrländer!). Aber, so wurde schon von Gerichten entschieden, darf man einen Abstand von 80 bis 100 Zentimetern zum Fahrbahnrad bzw. zu Autos halten. Das macht Sinn, denn kein Radler muss in offenen Türen fahren oder über Gullilöcher oder dergleichen donnern. So gesehen bedeutet das Rechtsfahrgebot für Radler nicht, wie gerne von Autofahrern angenommen, dass man immer direkt am äußersten rechten Rand fahren muss.

Helmpflicht - ja oder nein?

Grundsätzlich gilt in Deutschland keine Helmpflicht. Auch Versicherungen dürfen Zahlungen nicht verweigern, wenn man als Radler keinen Helm getragen hat. Ungeachtet dessen macht das Tragen des Helms im eigenen Interesse immer Sinn. In wenige Ländern gibt es sogar eine Helmpflicht.

Strafen

Als Radler nimmt man am Straßenverkehr teil und unterliegt bei Verstößen sehr wohl auch einer Bußgeldpflicht. Nachfolgend einige Beispiele, die durchaus teuer werden können:

  • Rote Ampel missachten: 45-120 Euro
  • Handynutzung auf dem Rad: 25 Euro
  • Fahren ohne Beleuchtung bei Dunkelheit: 10 Euro bis 35 Euro
  • Kind ohne extra Sitz mitnehmen: 5 Euro
  • Defekte Beleuchtung: 10-25 Euro
  • Gegen eine Einbahnstraße fahren: 15-30 Euro
  • Auf dem Gehweg oder in Fußgängerzonen fahren: ca. 20 Euro
  • Betrunken fahren: eventuell Führerscheinentzug bzw. Geldstrafe und/oder Punkte

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